„Vivant“, dessen zweite Staffel im Juli debütierte, zog im August unglaubliche 15,6 Millionen einzelne Zuschauer in der gesamten Region an, wobei 15,1 Millionen davon allein aus Japan stammten. Diese nationale Zahl repräsentiert ein Viertel der 61,4 Millionen Zuschauer, die von ampd Analytics, dem Streaming-Messarm von Media Partners Asia (MPA), über japanische Video-on-Demand (VOD)-Dienste verfolgt wurden. Die Ergebnisse unterstreichen die immense Popularität des Dramas auf seinem Heimatmarkt, wie im Bericht von ampd Vision, „Vivant: A TV Broadcast Hit, Streamed“, hervorgehoben wird.
Die Serie folgt Yusuke Nogi, einem Angestellten eines japanischen Handelsunternehmens, der in eine internationale Verschwörung verwickelt wird, an der eine geheime Regierungsinformationseinheit beteiligt ist. Ihre fesselnde Erzählung, kombiniert mit einer geschickten Vertriebsstrategie, erwies sich als Erfolgsformel. Ein Schlüsselelement dieses Erfolgs war die Verfügbarkeit auf TVer, Japans kostenloser Plattform, die von Rundfunkanstalten betrieben wird und 10,2 Millionen seiner Zuschauer ausmachte. TBS stellte neue Episoden strategisch innerhalb einer Stunde nach ihrer Sonntagsausstrahlung auf TVer zur Verfügung, während die exklusive kostenpflichtige Streaming-Verfügbarkeit U-Next vorbehalten blieb. Dieser duale Ansatz schuf ein einzigartiges Sehverhalten, mit einem zweiten Höhepunkt der Zuschauerzahlen jeden Montagabend und beeindruckenden 92 % der wiederkehrenden Zuschauer, die bereits die vorherige Episode gesehen hatten.
Dieser innovative Vertrieb erschloss nicht nur neue Zielgruppen, sondern belebte auch das Interesse an der ersten Staffel. Die Zuschauerzahlen von Netflix für „Vivant“ stiegen zwischen Mai und August um mehr als das Achtfache, von 300.000 auf 2,5 Millionen, während U-Next im gleichen Zeitraum sein Publikum von 100.000 auf 2 Millionen steigerte. Bemerkenswerterweise war die Anziehungskraft der Show so stark, dass schätzungsweise jeder achte Prime Video-Abonnent und jeder zehnte Netflix-Abonnent in Japan sich dafür entschied, „Vivant“ auf der kostenlosen TVer-Plattform anzusehen und ihre kostenpflichtigen Abonnements zu umgehen.
Das Phänomen erstreckte sich über traditionelle Streaming-Plattformen hinaus. „Vivant“ baute eine bedeutende Präsenz auf YouTube auf, wo verwandte Inhalte 13,2 Millionen Zuschauer anzogen – fast so viele wie die VOD-Reichweite. Dieses Engagement verteilte sich auf über 1.600 Videos von 450 Kanälen und summierte sich auf 8,8 Millionen Stunden Sehzeit. Eine von TBS produzierte Begleitserie, „Villains' Meeting Room“, erreichte ebenfalls durchschnittlich mehr als 1,3 Millionen Zuschauer pro Episode, was das expansive Ökosystem des Dramas weiter demonstriert. Sam Yousif, Geschäftsführer von ampd Analytics, betonte die vielschichtige Natur des Triumphs und erklärte: „‚Vivant‘ ist ebenso eine Vertriebsgeschichte wie eine Inhaltsgeschichte... Ein Viertel des verfolgten VOD-Publikums Japans sah ein Drama in einem einzigen Monat, und Premium-Abonnenten wechselten zu einer kostenlosen Plattform, um es zu verfolgen.“
Trotz seiner beispiellosen nationalen und regionalen Streaming-Dominanz bleibt die globale Reichweite von „Vivant“ weitgehend begrenzt. Ampd Analytics berichtete, dass etwa 97 % aller Aufrufe aus Japan stammten, ein Muster, das mit den breiteren Herausforderungen übereinstimmt, denen japanische Dramen bei der Gewinnung internationaler Zugkraft gegenüberstehen. Während koreanische Dramen durchschnittlich 4,1 Mal im Monat in den globalen Top 10 von Netflix erscheinen und japanische Animes 1,4 Mal, gelingt japanischen Dramen dieses Kunststück nur 0,3 Mal im Monat. „Vivant“ hat unbestreitbar nationale Streaming-Rekorde gebrochen und einen neuen Maßstab für japanische Serien in Asien gesetzt, aber der Weg zu einer breiteren internationalen Attraktivität bleibt eine deutliche Herausforderung.
