Sonys neue Adaption der beliebten Capcom-Videospielreihe wird laut Box Office Theory voraussichtlich am kommenden Wochenende zwischen 45 und 60 Millionen US-Dollar im Inland einspielen. Dies stellt eine deutliche Steigerung gegenüber früheren optimistischeren Schätzungen von 35 bis 50 Millionen US-Dollar dar, wie Deadline berichtete. Selbst am unteren Ende dieser Prognosen wird Creggers Resident Evil die Franchise-Rekorde brechen.

Die Resident Evil-Filmreihe kann auf weltweite Einnahmen von über 1 Milliarde US-Dollar bei sieben Live-Action-Kinoveröffentlichungen über zwei Jahrzehnte zurückblicken und ist damit eines von nur sechs Horror-Franchises, das diesen Meilenstein erreicht hat. Diese Filme verzeichneten jedoch historisch bescheidene Starts im Inland, wobei Resident Evil: Afterlife aus dem Jahr 2010 mit 26,6 Millionen US-Dollar den Rekord hält (was zu einem weltweiten Gesamtergebnis von 300,2 Millionen US-Dollar führte). Creggers Reboot wird somit voraussichtlich alle bisherigen Teile deutlich übertreffen.
Im Film spielt Austin Abrams Bryan, einen medizinischen Kurier, der in einen unerbittlichen Überlebenskampf verwickelt wird, als eine Nacht des Chaos hereinbricht. An seiner Seite spielt eine überzeugende Besetzung, darunter Zach Cherry (Severance), Kali Reis (True Detective: Night Country) und Paul Walter Hauser (The Naked Gun).
Zach Creggers Vision für Resident Evil platziert die Geschichte im Universum der Spiele, ohne einen bestimmten Titel direkt zu adaptieren. Diese kreative Entscheidung, die trotz einiger Fan-Debatten auf Interesse stößt, scheint erhebliches Mainstream-Interesse zu wecken. Die etablierte globale Anziehungskraft des Franchise ist ein großer Vorteil; so erzielte beispielsweise Resident Evil: The Final Chapter aus dem Jahr 2017 bescheidene 26,8 Millionen US-Dollar im Inland, steigerte sich aber weltweit auf 314,1 Millionen US-Dollar. Diese globale Stärke deutet darauf hin, dass der neue Film nicht ausschließlich auf eine massive nordamerikanische Beteiligung angewiesen sein wird, im Gegensatz zu vielen anderen Horrorveröffentlichungen.

Während der ursprüngliche Resident Evil-Film aus dem Jahr 2002 dazu beitrug, den „Fluch der Videospielverfilmungen“ zu brechen, waren seine Fortsetzungen unter der Leitung von Milla Jovovich nicht gerade Kritikerlieblinge. Cregger, bekannt für seine Fähigkeit, sowohl kommerziell erfolgreiche als auch gut aufgenommene Filme zu inszenieren, könnte die kritische Stellung des Franchise verbessern – eine Leistung, die Hollywood erst kürzlich bei Videospieladaptionen zu erreichen begann. Dies ist besonders wichtig angesichts des enttäuschenden Abschneidens von Resident Evil: Welcome to Raccoon City aus dem Jahr 2021, das weltweit nur 41,9 Millionen US-Dollar einspielte.
Nach dem immensen Erfolg von Weapons, das bei einem gemeldeten Budget von 40 Millionen US-Dollar weltweit 270 Millionen US-Dollar einspielte, hat Cregger seine Fähigkeit bewiesen, Originalkonzepte in Kinoschlager zu verwandeln. Nun stellt sich die Frage, ob er diesen Erfolg mit einem etablierten IP wiederholen kann, das seine finanziellen Höhen und Tiefen hatte. Wenn die aktuellen Schätzungen Bestand haben, wird die Antwort ein klares Ja sein, wenn Resident Evil am 18. September 2026 in die Kinos kommt.
