Regisseur Ryusuke Hamaguchi, bekannt für sein meisterhaftes Storytelling in Filmen wie „Evil Does Not Exist“ und dem Oscar-prämierten „Drive My Car“, bringt seine neueste Vision mit „All of a Sudden“ auf die Leinwand. Dieser ambitionierte Film wird als „episches Zwei-Frauen-Drama“ beschrieben, ein zartes und umfassendes Drama, das sich auf die tiefe Beziehung zwischen zwei Frauen konzentriert und letztendlich als ergreifender Appell für eine hoffnungsvolle Zukunft dient. Der 196-minütige Film sorgte bei seiner Premiere in Cannes Anfang des Jahres für großes Aufsehen.

Die Festivals haben „All of a Sudden“ bereits mit Auszeichnungen überhäuft. Die Stars Virginie Efira und Tao Okamoto erhielten in Cannes gemeinsam den Preis für die beste Schauspielerin für ihre fesselnden Darbietungen. Efira gewann außerdem den renommierten Leopard Club Award beim Locarno Film Festival. Der Film festigt seinen internationalen Reiz weiter, indem er offiziell als Japans Einreichung für den besten internationalen Film bei den Academy Awards 2027 bekannt gegeben wurde.

„All of a Sudden“, gemeinsam von Hamaguchi und Léa Le Dimna geschrieben, lässt sich von dem Sachbuch „You and I – The Illness Suddenly Get Worse“ von Makiko Miyano und Maho Isono inspirieren, wobei Efira und Okamoto ihre jeweiligen Autorinnen auf der Leinwand verkörpern. Der kürzlich veröffentlichte erste Trailer bietet eine fesselnde zweiminütige Vorschau auf die emotionale Tiefe und den erzählerischen Reichtum, die das Publikum erwarten.

Die offizielle Logline des Films bietet weitere Einblicke: „Als Leiterin einer Pflegeeinrichtung für ältere Menschen ist Marie-Lou bestrebt, eine innovative Pflegephilosophie einzuführen, die auf Zuhören und der Achtung der Würde der Bewohner basiert, trotz des Widerstands eines Teils ihres Personals. Ihre Begegnung mit Mari, einer japanischen Theaterregisseurin, die gegen Krebs kämpft, wird ihren Weg grundlegend verändern. Durch die Bildung einer tiefen, unterstützenden Freundschaft schließen sich die beiden Frauen in einem gemeinsamen Kampf zusammen, um das Unmögliche möglich zu machen.“

Die kritische Resonanz war überwältigend positiv. David Ehrlich von IndieWire lobte den Film aus Cannes und bemerkte: „So marathonartig ‚All of a Sudden‘ auch sein mag, seine Botschaft schwingt so tief mit, weil es die vielen Auslassungen, die es nicht macht, verweigert, was die wenigen Lücken in seiner Zeitlinie wie gähnende Abgründe erscheinen lässt. Das ist natürlich eine kleine Kritik an einem leichten und schönen Film, der sich für eine humanere Zukunft einsetzt, mit der gleichen Überzeugung, mit der ‚Evil Does Not Exist‘ die leichtfertige Zerstörungskraft unserer Gegenwart artikulierte.“

Ehrlich fuhr fort und hob die einzigartige Kraft des Films hervor: „‚All of a Sudden‘ mag nicht mit der gleichen instinktiven Kraft wie dieser Film enden oder den Reichtum an Gefühlen bieten, den ‚Happy Hour‘ und ‚Drive My Car‘ am Ende verdienten, aber er erreicht eine ganz eigene Kraft dadurch, wie glaubwürdig er hoffnungsvoller wird, während er dem Tod entgegengeht. Er lässt das Unmögliche möglich erscheinen.“

Neon wird „All of a Sudden“ am Mittwoch, den 25. November, in die Kinos bringen.