Die von Olsberg-SPI durchgeführte Studie analysierte die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen eines bundesweiten Steueranreizes im Vergleich zu der Entwicklung, wenn das derzeitige Anreizsystem auf Landesebene unverändert bleibt. Die Ergebnisse sind überzeugend und deuten auf einen kritischen Wendepunkt für die Branche hin.

Sollte ein bundesweites Anreizprogramm eingeführt werden, könnte die US-Wirtschaft zwischen 2027 und 2035 zusätzliche 125,3 Milliarden US-Dollar an Produktionsausgaben verzeichnen, was zu einem gesamten Wirtschaftseinkommen von fast 250 Milliarden US-Dollar führen würde. Dieser Anstieg könnte auch schätzungsweise 143.500 neue Vollzeitstellen im ganzen Land schaffen. Am bemerkenswertesten für Film- und Fernsehfans ist vielleicht, dass Amerikas Anteil an globalen Film- und Fernsehprojekten auf bis zu 65 Prozent steigen könnte.

Umgekehrt warnt der Bericht vor einer düsteren Aussicht ohne bundesstaatliches Eingreifen. Bleiben die Anreize ausschließlich auf Landesebene, wird prognostiziert, dass die Produktionsausgaben stagnieren oder sogar zurückgehen werden. Der US-Anteil an globalen Filmprojekten, der 2025 bei etwa 34 Prozent lag, könnte bis 2035 auf nur noch 25 Prozent fallen. Ähnlich könnte der Anteil der TV-Produktion im gleichen Zeitraum von 42 Prozent auf 29 Prozent sinken. Die Botschaft ist klar: Immer mehr Produktionen werden die US-Grenzen ohne einen wettbewerbsfähigen bundesweiten Anreiz verlassen.

Hier geht es nicht nur um Hollywood-Studios; es geht um ein riesiges Ökosystem von Arbeitnehmern, von Bühnenbauern und Caterern bis hin zu LKW-Fahrern und Elektrikern, in allen 50 Bundesstaaten. Charles Rivkin, Chairman und CEO der Motion Picture Association, betonte diese weitreichenden Auswirkungen und erklärte: „Ein bundesweiter Anreiz wäre ein Wendepunkt für unsere Branche. Diese Studie zeigt uns, dass wir mehr Möglichkeiten für Menschen in allen 50 Bundesstaaten schaffen können, die großartige Geschichten zum Leben erwecken – die Besetzungen und Crews, die Bühnenbauer, Bauarbeiter, LKW-Fahrer, Caterer und mehr.“

Das in der Studie berücksichtigte vorgeschlagene Anreizmodell geht von einer übertragbaren Steuergutschrift von mindestens 20 Prozent aus, mit zusätzlichen 5 Prozent für unabhängige Produktionen und weiteren 5 Prozent für Arbeitskosten, die in von der FEMA erklärten Katastrophengebieten anfallen. Entscheidend ist, dass diese bundesweiten Anreize zusätzlich zu bestehenden Programmen auf Landesebene gewährt würden, was Praktiken in anderen Ländern widerspiegelt.

Die Notwendigkeit eines bundesweiten Impulses wird durch den eskalierenden globalen Wettbewerb unterstrichen. Ab 2025 gibt es weltweit 121 aktive nationale, staatliche und provinzielle Anreize, eine deutliche Steigerung gegenüber 86 im Jahr 2017. Viele US-Bundesstaaten bieten bereits Anreize an (derzeit 39), aber ein einheitlicher bundesweiter Ansatz wird als wesentlich angesehen, um auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu sein.

Die Unterstützung für diese Initiative erstreckt sich über beide Seiten des politischen Spektrums und umfasst große Hollywood-Gewerkschaften. Der Schauspieler Jon Voight, ein prominenter Befürworter, kommentierte die Dringlichkeit: „Die Unterhaltungsindustrie, die ich liebe, befindet sich in einer Notlage, da Produktionen aufgrund der den Produzenten angebotenen Steuervorteile nach Kanada und Übersee abwandern.“ Er glaubt, dass eine bundesweite Steuergutschrift „gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen und Produktionen sofort nach Amerika zurückbringen würde.“

Die Studie hebt einen kritischen Entscheidungspunkt für politische Entscheidungsträger hervor. Die Wahl zwischen proaktiven Investitionen und einem potenziellen Rückgang könnte die Landschaft der amerikanischen Film- und Fernsehproduktion für die kommenden Jahrzehnte neu gestalten. Der vollständige Bericht der MPA bietet umfassende Details für diejenigen, die an den detaillierten wirtschaftlichen Prognosen interessiert sind.