Regisseur Zack Snyder, bekannt für seinen unverwechselbaren visuellen Stil in Filmen wie Man of Steel und Rebel Moon, hat erneut seine Absicht geäußert, Ayn Rands einflussreichen Roman The Fountainhead zu adaptieren. Dies geschieht kurz nach der Premiere seines neuesten Films, The Last Photograph, auf dem Toronto International Film Festival (TIFF), der eine weniger als glänzende kritische Aufnahme erfuhr und laut Collider derzeit nur 21 % auf Rotten Tomatoes erreicht.
Snyders Leidenschaft für The Fountainhead ist ein lang gehegter Wunsch. In einem kürzlichen Interview mit Variety enthüllte der Regisseur, dass er bereits ein Drehbuch für das Projekt verfasst habe. Er betrachtet den Roman, der sich um den ikonoklastischen Architekten Howard Roark und seinen Kampf gegen den Kollektivismus dreht, als weit mehr als eine politische Aussage. "Was die Leute nicht erkennen, ist, dass The Fountainhead in den 1950er Jahren in Bezug auf die Popularität so etwas wie Harry Potter heute war. Es war überwältigend", erklärte Snyder. Er beschrieb das Ausgangsmaterial weiter als ein "wahnsinniges Melodram" und deutete an, dass seine Adaption sich auf dessen dramatischen Kern konzentrieren würde, anstatt auf explizit politische Themen. "Das wird wahrscheinlich mein Magnum Opus. Ich werde wahrscheinlich daran sterben", fügte er hinzu und unterstrich die persönliche Bedeutung des Projekts.
Obwohl The Fountainhead ein tief verwurzelter Wunsch bleibt, wird es nicht Snyders unmittelbares nächstes Unterfangen sein. Sein kommender Film ist ein Remake von John Carpenters Kultklassiker Escape From New York. Der Regisseur sieht jedoch eindeutig eine Zukunft, in der Rands Roman unter seiner Regie Gestalt annimmt.
Dies wäre nicht das erste Mal, dass The Fountainhead für die Leinwand adaptiert wird. Der legendäre Regisseur King Vidor nahm sich des Romans bereits 1949 an und besetzte Gary Cooper als Howard Roark. Obwohl Rand selbst das Drehbuch verfasste, war der Film eine kritische und kommerzielle Enttäuschung, die von der Autorin letztendlich verworfen wurde. In den Jahrzehnten danach äußerten andere namhafte Filmemacher, darunter Michael Cimino (The Deer Hunter) und Oliver Stone (Platoon), Interesse an einem Remake, doch keines dieser Projekte kam je zustande. Snyders erneutes Engagement hält die Möglichkeit für eine neue Generation lebendig, Rands beständige und oft spaltende Geschichte durch eine zeitgenössische Linse zu erleben.
