Der Originalfilm 'Practical Magic', der 1998 veröffentlicht wurde, startete mit hohen Erwartungen, hatte aber letztendlich Schwierigkeiten, sich an den Kinokassen zu behaupten. 28 Jahre später, und trotz der Rückkehr seiner Starbesetzung, debütierte 'Practical Magic 2' mit einer Leistung, die, obwohl kein Desaster, angesichts seines gemeldeten Produktionsbudgets von 75 Millionen Dollar, exklusive Marketingkosten, keinen robusten Erfolg darstellt.
Warner Bros. hatte selbst Erwartungen für ein Eröffnungswochenende zwischen 30 und 35 Millionen Dollar gesetzt, eine Spanne, die der Film gerade so erreichte. Branchenprognosen waren etwas optimistischer und erwarteten einen Start von 40 Millionen Dollar. Diese Leistung ist vergleichbar mit Sandra Bullocks Film 'The Lost City' aus dem Jahr 2022, der ebenfalls mit 30 Millionen Dollar eröffnete, in einer Zeit, in der sich die Kinokassen noch von der Pandemie erholten.
<div><figure><a rel="" title="" href="https://www.indiewire.com/news/box-office/practical-magic-2-box-office-save-warner-bros-down-2026-1235215697/"><p><img decoding="async" loading="lazy" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" srcset="https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=600%2C337 600w, https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=125%2C70 125w, https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=660%2C370 660w, https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=50%2C28 50w, https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=300%2C168 300w, https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1&resize=1200%2C675 1200w" width="300" height="168" alt="'Practical Magic 2'" src="https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2026/09/MCDPRMA_WB002.jpg?w=300&h=168&crop=1"></p></a></figure></div>
Die weltweite Performance des Films war noch verhaltener und spielte lediglich 16 Millionen Dollar aus 77 internationalen Märkten ein. Dies erhöht den Druck auf den heimischen Markt, dies auszugleichen, insbesondere durch die Anziehung älterer US-Zuschauer in den kommenden Wochen. Inflationsbereinigt entsprechen die 13,1 Millionen Dollar, die der Originalfilm 'Practical Magic' 1998 einspielte, heute etwa 26,9 Millionen Dollar, was den Start der Fortsetzung in etwa mit dem ursprünglichen Empfang des Vorgängers in Einklang bringt. Der erste Film beendete seine Kinolaufzeit mit 94,4 Millionen Dollar weltweit bei einem Budget von 60 Millionen Dollar, eine Zahl, die damals als finanzielle Enttäuschung galt.
Die Entscheidung, 'Practical Magic' wieder aufzugreifen, unterstreicht einen breiteren Trend in Hollywood: die Wiederbelebung älterer geistiger Eigentumsrechte, die möglicherweise keine signifikante zeitgenössische Resonanz mehr besitzen. Während die Wiedervereinigung von Stars wie Bullock und Kidman auf dem Papier ein sicherer Hit erscheinen mag, deutet der laue Empfang des Originalfilms darauf hin, dass eine Fortsetzung mehr Vorsicht hätte erfordern können.
Diese Strategie ist kein Einzelfall. Searchlight Pictures kündigte kürzlich eine Fortsetzung von 'The Family Stone' an, einer Weihnachtsdramedy aus dem Jahr 2005, die im Gegensatz zu 'Practical Magic' an den Kinokassen gut abschnitt und 92 Millionen Dollar bei einem Budget von 18 Millionen Dollar einspielte. Die angekündigte Prämisse für ihre Rückkehr, die eine neue Liebesbeziehung für Craig T. Nelsons Charakter nach dem Tod von Diane Keatons Charakter beinhaltet, wirft jedoch Fragen nach ihrer emotionalen Resonanz beim Publikum auf.
Die Neigung der Unterhaltungsindustrie, ihren Backkatalog nach Fortsetzungen zu durchforsten, oft zu Kulthits oder einst beliebten Franchises, die ihren Zeitgeist überschritten haben, wird häufig einem risikoscheuen Umfeld zugeschrieben. Die Überlegung ist oft, dass die Genehmigung einer Fortsetzung eine sicherere Wette ist als die Entwicklung von Originalinhalten. Warner Bros. soll 'Practical Magic 2' als zuverlässigen Einnahmebringer positioniert haben, der den Studiobossen Michael De Luca und Pamela Abdy ermöglichen würde, gewagtere Projekte wie 'Sinners', 'One Battle After Another' und 'Weapons' zu verfolgen.
Doch dieser Ansatz hat gemischte Ergebnisse geliefert. Während 'Blade Runner 2049' von der Kritik gelobt wurde, hatte er kommerziell zu kämpfen. Andere Fortsetzungen wie 'Zoolander 2', 'Independence Day: Resurgence' und 'The Matrix Resurrections' konnten das Publikum oder die Kritiker größtenteils nicht überzeugen. Umgekehrt haben einige lange verzögerte Fortsetzungen, wie 'Top Gun: Maverick', phänomenalen Erfolg erzielt, 1,5 Milliarden Dollar eingespielt und die Kinokassen nach COVID wiederbelebt. Paramount hofft, dies mit Tom Cruises Rückkehr in 'Days of Thunder 2' zu wiederholen, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Nostalgie sich in ähnliche Kinomagie übersetzen lässt.
Für 'Practical Magic 2' besteht die Herausforderung darin, die gelegentlichen Zuschauer, die durch die häufigen Fernsehausstrahlungen des Vorgängers gewonnen wurden, in zahlende Kinobesucher umzuwandeln. Die Zahlen des Eröffnungswochenendes deuten darauf hin, dass sich die Magie für diesen Hexenzirkel nicht ganz in Ticketverkäufe übersetzt hat.
