Seit Jahren verlassen sich Film- und TV-Enthusiasten auf JustWatch, um die Verwirrung über unzählige Streaming-Dienste zu durchdringen und genau herauszufinden, wo ihre gewünschten Filme und Serien verfügbar sind, sei es über ein Abonnement, kostenlos oder zur Miete. Die Plattform war ein entscheidendes Werkzeug in einer Zeit, in der Lizenzvereinbarungen Inhalte ständig zwischen Plattformen verschieben.
Nun, wie Indiewire berichtet, nutzt JustWatch sein tiefes Verständnis der Verfügbarkeit von Inhalten, um eine direkte Lösung anzubieten. Ab nächstem Monat wird JustWatch TV in den USA, Kanada, Großbritannien und Irland, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Australien und Neuseeland eingeführt. Der Dienst wird nahtlos in die bestehende JustWatch-Website und die mobilen Anwendungen integriert, sodass die Nutzer nicht mehr zu einer anderen App wechseln müssen, sobald sie ihre Inhalte gefunden haben.
JustWatch TV wird ein vielseitiges Viewing-Modell anbieten, das Transactional Video On Demand (TVOD) für Leihangebote, Advertising-Video On Demand (AVOD) für werbefinanzierte kostenlose Ansichten und Subscription Video On Demand (SVOD) für ein werbefreies Erlebnis umfasst. Dieser mehrstufige Ansatz bietet Flexibilität für die Verbraucher und berücksichtigt verschiedene Möglichkeiten der Inhaltslizenzierung.
Die Initiative ist besonders gute Nachrichten für unabhängige und kleinere Verleiher. Zu den ersten Content-Partnern gehören namhafte Unternehmen wie Paramount, New Regency, Fremantle, Bleecker Street und Vortex Media. Im Gegensatz zu größeren Studios oder Verleihern wie A24 oder Neon verfügen kleinere Unternehmen oft nicht über umfassende Streaming-Deals, um ihre Filme nach der Kinoveröffentlichung unterzubringen. JustWatch TV bietet diesen Titeln einen wichtigen neuen Weg, um ein Publikum zu erreichen, und kann die Akquisitionen auf Film-Märkten wie dem TIFF Market, wo diese Nachricht erstmals angekündigt wurde, rationalisieren.
Dieser Schritt spiegelt die jüngsten Bemühungen anderer Plattformen wider, wie z. B. den Video Store von Letterboxd, der ebenfalls darauf abzielt, kleinere, oft schwer zu findende Titel zur Miete anzubieten. JustWatch TV unterscheidet sich jedoch dadurch, dass es direkt mit einer breiten Palette von Verleihern zusammenarbeitet und über die reine Vermietung hinaus mehrere Viewing-Optionen anbietet. Obwohl die genaue Anzahl der zum Start verfügbaren Titel noch nicht bekannt gegeben wurde, deutet die Breite der Partnerschaften auf einen beträchtlichen Katalog hin.
David Croyé, Gründer und CEO der JustWatch Group, erklärte die Entwicklung: „Mit der Einführung von JustWatch TV wollen wir die Entdeckung, den Zugang und das Engagement von Inhalten noch einfacher machen.“ Quentin Carbonell, JustWatchs SVP of Global Content Acquisitions and Strategy, erläuterte weiter die zeitgemäße Einführung des Dienstes: „JustWatch TV wurde entwickelt, um diese Nachfrage direkt zu bedienen und eine unkomplizierte Lösung in einer Zeit der Fragmentierung anzubieten.“
Indem JustWatch sich von einem Entdeckungstool zu einer umfassenden Viewing-Plattform entwickelt, ist das Unternehmen bereit, ein einheitlicheres und zugänglicheres Erlebnis für Streaming-Zuschauer weltweit anzubieten und damit einen der größten Schmerzpunkte des modernen Unterhaltungskonsums anzugehen.
