Mit einem beträchtlichen Budget von 110 Millionen US-Dollar gestartet, spielte 'IF' weltweit rund 190 Millionen US-Dollar ein. Während dies für einige eine respektable Summe sein mag, bedeutet dies nach Hollywood-Rechnungsstandards oft, dass ein Film mindestens das 2,5-fache seines Budgets einspielen muss, um nach Berücksichtigung von Marketing- und Vertriebskosten kostendeckend zu sein. Dies macht 'IF' zu einer finanziellen Enttäuschung für Paramount, ein starker Kontrast zu Regisseur John Krasinskis früheren Kassenerfolgen wie 'A Quiet Place' und dessen Fortsetzung, die beide auf deutlich kleineren Budgets massive Hits waren.

Der Film konzentriert sich auf Bea (Cailey Fleming), ein junges Mädchen, das entdeckt, dass sie imaginäre Freunde, oder 'IFs', sehen kann, die von den Kindern, die sie erschaffen haben, vergessen wurden. Sie tut sich mit ihrem rätselhaften Nachbarn Cal (Ryan Reynolds) zusammen, der ihre einzigartige Fähigkeit teilt und daran arbeitet, diesen vergessenen Begleitern neue Zuhause zu finden. Die Welt von 'IF' wird von einer bemerkenswerten Riege von Prominenten bevölkert, die den imaginären Charakteren ihre Talente leihen, darunter Steve Carell als die große lila Kreatur Blue, Phoebe Waller-Bridge als Blossom und viele andere wie Louis Gossett Jr., Awkwafina, Sam Rockwell, George Clooney und sogar Ryan Reynolds' Frau Blake Lively. Viele Beobachter, darunter Slashfilm, stellten fest, dass Krasinski für das umfangreiche Ensemble „viele Gefallen einholen“ musste.

Trotz der Starbesetzung lieferten die Kritiker ein gemischtes Urteil. 'IF' hat derzeit eine Zustimmungsrate von 50 % auf Rotten Tomatoes, wobei viele Rezensenten auf eine unnötig komplexe Handlung und ein Gefühl der Derivativität hinweisen. Publikationen wie Slashfilm hoben Vergleiche mit beliebten Filmen und Fernsehserien wie 'Drop Dead Fred', 'Foster's Home for Imaginary Friends' und sogar Pixars 'Inside Out' hervor, die bereits ähnliche Themen vergessener Kindheitsbegleiter erforscht hatten. Anna McKibbin von The A.V. Club kritisierte die Identität des Films und sagte: „Die Besetzung von Reynolds als fehlgeleiteter Hauptdarsteller deutet auf das zentrale Problem von IF hin: Er ist sich nicht sicher, für wen er bestimmt ist.“ Diese Aussage unterstrich eine häufige Beschwerde, dass der Film Schwierigkeiten hatte, seine skurrilen, kindlichen Elemente mit einem erwachseneren, melancholischen Ton in Einklang zu bringen.

Die Kino-Reise des Films mag holprig gewesen sein, aber seine Ankunft auf Netflix und Paramount+ bietet 'IF' eine neue Gelegenheit, sein Publikum zu finden. Für diejenigen, die neugierig auf Krasinskis ehrgeiziges, wenn auch umstrittenes Fantasy-Projekt sind, oder einfach nur nach einem neuen familienfreundlichen Film suchen, bieten die Streaming-Plattformen einen zugänglichen Weg, sich eine eigene Meinung zu bilden und ihn vielleicht sogar mehr zu genießen als die anfängliche kritische Zustimmung.