Der prestigeträchtige Goldene Löwe, der Hauptpreis des Filmfestivals von Venedig, ging an May el-Toukhy's 'Woman Unknown'. Dieser dänische Widerstands-Thriller, der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg spielt, fesselte die Jury unter dem Vorsitz von Präsidentin Maggie Gyllenhaal. Der Film erzählt die packende Geschichte einer Frau, die verzweifelt versucht, ihre frühere Beteiligung an einem Nazi zu verbergen, während die Wahrheit ihre sorgfältig aufgebaute soziale Stellung zu zerstören droht.
Zum Erfolg des Films trug auch die Hauptdarstellerin Mathilde Arcel bei, die für ihre überzeugende Darstellung mit dem Volpi-Pokal für die Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. 'Woman Unknown' war bemerkenswerterweise einer der wenigen Filme, die von einer Frau in der Hauptkonkurrenz inszeniert wurden, vor der späten Hinzufügung von 'NAZA'.
Zu den weiteren bedeutenden Auszeichnungen gehörten der Silberne Löwe – Großer Preis der Jury für Lee Chang-dong's 'Possible Love' und der Silberne Löwe für den Besten Regisseur für Ilya Khrzhanovsky für seinen Epos 'DAU'. Der Spezialpreis der Jury ging an die Gaza-Dokumentation 'NAZA' unter der Regie von Yuval Abraham und Rachel Szor.
John Malkovich erhielt den Volpi-Pokal für den Besten Darsteller für seine Leistung in Martin McDonagh's schwarzer Komödie 'Wild Horse Nine', eine Rolle, die dem erfahrenen Schauspieler bereits Oscar-Aufmerksamkeit einbrachte. Der Preis für das Beste Drehbuch ging an Coralie Amedeo, Stéphane Brizé und Olivier Gorce für 'Un Bon Petit Soldat'. Malou Khebizi erhielt den Marcello Mastroianni Preis für den Besten Nachwuchsdarsteller für 'A Place to Heal', und der Luigi De Laurentiis Preis für das Debütfilm ging an Auguste Bernard Kouemo Yanghu's 'House of the Wind'. Der Publikumspreis, gesponsert von Armani Beauty, ging an Alina Șerban’s 'I Matter.'
Die Sektion Orizzonti (Horizonte), die aufstrebenden Talenten gewidmet ist, gab ebenfalls ihre Gewinner bekannt. 'Diane in the Loop' von Ann Sirot und Raphaël Balboni gewann den Besten Film, und Jacqueline Lentzou wurde für 'A Day in the Life of Jo: Chapter Phaedra' zur Besten Regisseurin ernannt. Weitere Orizzonti-Auszeichnungen erhielten Laleh Marzban für die Beste Darstellerin in 'Falling House', Riccardo Scamarcio für den Besten Darsteller in 'The Children of the Monkey' und Tommaso Landucci und Damiano Femfert für das Beste Drehbuch für 'The Children of the Monkey.'
Das diesjährige Festival setzte seine Tradition fort, vielfältige filmische Stimmen zu präsentieren, mit einer vollständigen Liste von Gewinnern in verschiedenen Kategorien.
