Als „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ am 25. Mai 1977 uraufgeführt wurde, war es nicht nur ein Film; es war ein kultureller Umbruch. Der beispiellose Erfolg des Films veränderte die Erwartungen des Publikums an Blockbuster grundlegend und bot ein lebendiges, moralisch klares Weltraumabenteuer, das sich von den intensiveren, Low-Budget-Dramen der Ära abhob. Schneller Vorlauf ins Jahr 2027, und der Film wird ein halbes Jahrhundert Einfluss feiern, nachdem er sich zu einem allgegenwärtigen Franchise entwickelt hat, das Fortsetzungen, Prequels, TV-Serien, Spiele, Themenparkattraktionen und einen endlosen Strom von Merchandise umfasst. Von einem erfrischenden Gegenmittel hat sich „Star Wars“ zu einer dominierenden Kraft in der Unterhaltung entwickelt.
Um diesen bedeutenden Anlass zu würdigen, hat Lucasfilm angekündigt, dass eine sorgfältig restaurierte Version des ursprünglichen Kinostarts von „Star Wars“ aus dem Jahr 1977 am 19. Februar 2027 in die Kinos kommt. Entscheidend ist, dass diese Wiederveröffentlichung Präsentationen im prestigeträchtigen 70-mm-IMAX-Format enthalten wird. Dies wird eine bemerkenswerte Aufwertung für einen Film sein, der ursprünglich auf 35 mm gedreht wurde, und es wird das allererste Mal sein, dass „Star Wars“ jemals die IMAX-Leinwände ziert, sei es in Film- oder Digitalprojektion.
Natürlich hat „Star Wars“ bereits frühere Kino-Wiederveröffentlichungen erlebt. Anfang 1997 wurde die Originaltrilogie – „Star Wars“, „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ – als „Special Editions“ neu herausgebracht. Diese Versionen enthielten zusätzliche Szenen und aktualisierte Spezialeffekte. Diese „Special Editions“ wurden jedoch aufgrund der Änderungen schnell zu einem Streitpunkt unter den Fans, was die bevorstehende 50-jährige Wiederveröffentlichung des Originals von 1977 zu einem wirklich aufregenden Ereignis für Puristen macht.

Der Star Wars-Film von 1977 kommt 2027 auf IMAX-Leinwände
Einer der Hauptgründe für die Kontroverse um die „Special Editions“ liegt in ihrer Tendenz, die ursprünglichen Kinofassungen der Originaltrilogie zu verdrängen. Während George Lucas' Motivationen für diese Änderungen umstritten sind, sind die Reaktionen der Fans durchweg gespalten. Einige argumentieren, dass die „Special Editions“ eine treuere Verwirklichung von Lucas' ursprünglicher Vision darstellen, die durch Fortschritte bei den visuellen Effekten ermöglicht wurde. Andere betrachten sie als unnötiges Herumfummeln und glauben, dass sie etwas „verbessert“ haben, das bereits perfekt war. Tatsächlich hegen viele eine tiefe Zuneigung zur Originaltrilogie in ihrer rohesten Form, komplett mit allen wahrgenommenen Unvollkommenheiten.
Die „Verbesserungen“ selbst waren oft verwirrend, wobei Lucas Szenen, digitale Verzierungen und sogar neue Dialoge hinzufügte, die Kritik hervorriefen. Die berüchtigte Änderung, bei der Greedo (Paul Blake) nun zuerst schießt und „Maclunkey!“ murmelt, ist ein Paradebeispiel für eine Änderung, von der viele das Gefühl haben, dass sie wenig zur Verbesserung des Films beigetragen hat.
Angesichts dieser Geschichte war die Kino-Wiederveröffentlichung der Fassung von „Star Wars“ aus dem Jahr 1977 für viele ein lange erwarteter Moment. In der Zwischenzeit haben engagierte Fans sogar inoffizielle 4K-Restaurierungen wie „Project 4K77“ unternommen, um die Integrität der Originaltrilogie zu bewahren. Nichtsdestotrotz verspricht die offizielle Version von 2027, die umfangreichste, hochwertigste und reinste Iteration des Films zu werden, die jemals präsentiert wurde. Und es ist nicht der einzige „Star Wars“-Film, der 2027 ein seltenes 70-mm-IMAX-Erlebnis erhalten soll.

Star Wars: Starfighter wird ebenfalls in IMAX-Kinos laufen
Neben der Originalfassung von „Star Wars“ aus dem Jahr 1977 hat Lucasfilm bestätigt, dass auch Shawn Levys kommender Epos „Star Wars: Starfighter“ die Premium-70-mm-IMAX-Behandlung erhalten wird. Laut der Pressemitteilung des Studios wird Levys „Star Wars“-Film speziell für sein Kinodebüt an ausgewählten Orten in 70-mm-IMAX-Film umgewandelt.
„Starfighter“ wird Ryan Gosling als Kade Auberon spielen, eine Figur, die in der offiziellen Zusammenfassung als „zynischer Schurke“ beschrieben wird. Kade findet sich „mit seiner mysteriösen Vergangenheit konfrontiert und wird in ein gefährliches galaktisches Abenteuer gestürzt, das ihn auf Kollisionskurs mit seinem Schicksal bringt.“ Obwohl die Details spärlich bleiben, ist es noch früh für umfassende Plot-Informationen.
„Starfighter“, das am 28. Mai 2027 erscheinen soll, wird erst der zweite „Star Wars“-Film sein, der in diesem Jahrzehnt in die Kinos kommt, nach dem jüngsten Kassenerfolg von „The Mandalorian and Grogu“. Trotz weniger Kino-Veröffentlichungen generiert das „Star Wars“-Universum weiterhin immense Diskussionen und Analysen. „Starfighter“ wird diese Tradition bei seiner Ankunft fortsetzen.

