Popcorn Wire hat von Deadline erfahren, dass Charters' Tod von der ASC bekannt gegeben wurde, einer Organisation, die sein immenses Talent während seiner gesamten Karriere würdigte. Er wurde besonders für seine umfangreiche Arbeit an dem Fox-Thriller 24 gefeiert, wo er für erstaunliche 184 Episoden als Director of Photography fungierte. Seine Beiträge waren entscheidend für die Gestaltung der charakteristischen visuellen Sprache der Serie, die in Echtzeit und mit hohem Einsatz die Zuschauer in Jack Bauers hektische 24-Stunden-Missionen eintauchen ließ.

Charters' Ansatz bei 24 war innovativ, oft setzte er mehrere Kameras und unkonventionelle Winkel ein, um das Gefühl von Dringlichkeit und Chaos zu verstärken. Er beschrieb den einzigartigen Filmstil der Serie in einem Interview von 2004 berühmt, wobei er eine Herausforderung des ausführenden Produzenten Stephen Hopkins zitierte: „Schauen Sie sich die Szene an und stellen Sie sich vor, wo die Kamera niemals sein würde, und genau dort möchte ich sie haben.“ Diese Philosophie trug dazu bei, ein dynamisches, fast dokumentarisches Gefühl zu schaffen, das für das damalige Network-Fernsehen revolutionär war. Seine Exzellenz bei 24 brachte ihm 2005 und 2006 zwei Emmy-Nominierungen für Outstanding Cinematography for a Single-Camera Series ein. Er stand auch hinter der Kamera, um drei Episoden der gefeierten Serie zu inszenieren.

Neben seiner ikonischen Arbeit an 24 brachte Charters sein erfahrenes Auge in eine Vielzahl anderer beliebter Fernsehprogramme ein. Er war der Kameramann für die langjährige Showtime-Dramedy Shameless und trug zu ihrem düsteren und doch herzlichen visuellen Ton bei. Zu seinen umfangreichen Credits gehören auch Krimidramen wie Nash Bridges und The Commish, die Sci-Fi-Kultfavoriten The Pretender und Roswell sowie das Musikdrama Nashville. Er lieh sein Fachwissen auch Reboots geliebter Klassiker wie Dallas, Dynasty und Magnum P.I. sowie Fantasy-Serien wie The Shannara Chronicles und der Horror-Anthologie Friday the 13th: The Series.

Charters' Einfluss auf die Branche wurde 2013 offiziell anerkannt, als die ASC ihn mit ihrem prestigeträchtigen Career Achievement in Television Award ehrte, ein Beweis für seine konstante Exzellenz und seinen innovativen Geist im Bereich der Kinematographie. Seine Arbeit umfasste Jahrzehnte und Genres und hinterließ einen unauslöschlichen Eindruck in der visuellen Erzählung unzähliger denkwürdiger Fernsehmomente.

Rodney Charters hinterlässt ein Vermächtnis, das durch ein akribisches Auge, die Bereitschaft zur Innovation und ein unerschütterliches Engagement für die Verbesserung der Erzählung durch fesselnde Bilder geprägt ist. Er wird von Kollegen und Fans gleichermaßen als wahrer Künstler des kleinen Bildschirms in Erinnerung bleiben.