Der gefeierte Filmemacher Romain Gavras, bekannt für seine visuell beeindruckenden und oft provokanten Werke, wird sein nächstes filmisches Angebot, 'Sacrifice', direkt auf Netflix veröffentlichen. Der kürzlich veröffentlichte Trailer gibt einen Einblick in eine Welt, in der Umweltaktivismus eine drastische Wendung nimmt und Prominente entführt werden, und verspricht eine Mischung aus Hochspannungsdrama und zynischer Satire.
Als Sohn des legendären Regisseurs Costa-Gavras und Mitglied des Kourtrajmé-Kollektivs hat sich Romain Gavras stetig seinen eigenen Weg im Kino gebahnt. Nachdem sein Debütfilm 'Notre jour viendra' aus dem Jahr 2010 weitgehend unbemerkt blieb, erregte er 2018 mit 'Le Monde est à toi' erhebliche Aufmerksamkeit, der auf der Quinzaine des Réalisateurs der Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt wurde. Sein nächster Film, 'Athena', fand trotz seiner Kontroversen in Frankreich im Ausland beträchtlichen Erfolg und Anerkennung für seine sorgfältig ausgearbeitete Ästhetik und seine ambitionierten Sequenzen in einer einzigen Einstellung.
Diese internationale Anerkennung hat scheinbar den Weg für 'Sacrifice' geebnet, eine Koproduktion mit dem britischen Studio Film4, die eine A-Liste von Darstellern aufweist, die wie eine Gästeliste einer Preisverleihung wirkt. Angeführt wird das Ensemble von Anya Taylor-Joy, Chris Evans und Vincent Cassel, ergänzt durch Salma Hayek, Ambika Mod, John Malkovich, den Rapper Yung Lean und sogar die Sängerin Charli XCX, die auf interessante Weise als 'Mutter Natur' aufgeführt wird.
Laut Ecran Large dreht sich die Handlung um die Figur von Anya Taylor-Joy, eine Aktivistin, die eine hochkarätige Prominentengala dramatisch unterbricht. Sie entführt drei der Anwesenden, darunter einen von Chris Evans gespielten Schauspieler und einen von Vincent Cassel gespielten Milliardär. Ihr kühner Plan? Sie in einem Vulkan zu opfern, in der Überzeugung, dass dieser extreme Akt die Erde retten wird. Diese Prämisse signalisiert sofort eine zutiefst politische Erzählung, die laut Trailer mit einem satirischen Ton durchdrungen ist, der an die bissigen Sozialkommentare von Ruben Östlund erinnert.
Trotz des Hypes um seine Besetzung und Prämisse hatte 'Sacrifice' bereits eine stille Vorschau. Der Film wurde vor einem Jahr auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) uraufgeführt, wo er Berichten zufolge von Kritikern gemischt bis negativ aufgenommen wurde. Seine direkte Veröffentlichung auf Netflix könnte es ihm jedoch ermöglichen, traditionelle Kinodrucke zu umgehen und sein Publikum zu finden. 'Sacrifice' soll am 16. Oktober 2026 in Frankreich auf Netflix starten und den Zuschauern die Möglichkeit geben, sich eine Meinung zu Gavras' neuestem ambitionierten Werk zu bilden.
