Fans des französischen Fernsehens waren letzten Juli schockiert, als TF1 die Absetzung der Krimiserie 'Mademoiselle Holmes' mit Lola Dewaere und Tom Villa nach nur zwei Staffeln und zwölf Episoden ankündigte. Die Entscheidung war besonders rätselhaft angesichts der soliden Leistung der Serie, deren zweite Staffel Berichten zufolge durchschnittlich beeindruckende 3,4 Millionen Zuschauer pro Folge erreichte.
In einem kürzlichen Interview mit Télé Loisirs anlässlich der Promotion ihrer neuen Serie 'Soeurs' lieferte Lola Dewaere jedoch eine Erklärung für die unerwartete Absetzung. Laut Dewaere kam die Anregung direkt von TF1 selbst, das seine Programmstrategie neu bewertet.
"Es war ihr Wille, da TF1 keine Polizeikomödien mehr wollte", enthüllte Dewaere. Sie erklärte weiter, dass der Sender sich stärker auf ernstere Polizeidramen konzentrieren wolle. "Sie wollten keine Komödie mehr. Sie wollen Polizeiserien machen, aber weniger komödiantisch." Trotz des strategischen Wandels betonte Dewaere den Erfolg der Serie und sagte: "Aber sie hat sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gut funktioniert."
Auf die Frage, ob sie von der Absetzung enttäuscht sei, blieb Dewaere gelassen und antwortete schlicht: "Nein, überhaupt nicht. Überhaupt nicht. Und damit höre ich auf." Ihre ruhige Haltung ist verständlich, da die Schauspielerin einen vollen Terminkalender mit mehreren hochkarätigen Projekten in der Pipeline hat.
Dewaere wird in der kommenden Staffel der Erfolgsserie 'Astrid et Raphaëlle' zurückkehren, die diesen Herbst auf France 2 ausgestrahlt wird. Außerdem wird sie in 'Soeurs' zu sehen sein, das am 30. September auf France 2 Premiere feiert und in dem sie Zwillingsschwestern mit sehr unterschiedlichen Leben spielt. Sie hat sich auch der Besetzung für die zweite Staffel von 'Cat’s Eyes' angeschlossen, die in den kommenden Monaten auf TF1 ausgestrahlt werden soll. Darüber hinaus kündigte TF1 letzten Juli an, dass Dewaere die Rolle der Caroline Darian in einer neuen fiktionalen Serie übernehmen wird, die auf dem realen Fall Mazan basiert und die Tochter von Gisèle Pélicot darstellt. Mit einem so vollen Terminkalender zeigt Lola Dewaeres Karriere keine Anzeichen einer Verlangsamung, auch wenn ein Kapitel geschlossen wird.
