Regisseur Romain Gavras, bekannt für seine visuell beeindruckenden Werke, stürzt die Zuschauer in eine Welt, in der ein in Ungnade gefallener Filmstar bei einer opulenten Umweltgala ein professionelles Comeback versucht. Diese scheinbar harmlose Veranstaltung, die sich perfekt für performativen Aktivismus und elitäre Selbstbeweihräucherung eignet, gerät schnell ins Chaos, als eine Gruppe maskierter Radikaler den Veranstaltungsort stürmt, Geiseln nimmt und die Illusion des goldenen Käfigs zerstört.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Chris Evans als der Prominente, der nach einem öffentlichen Zusammenbruch Erlösung sucht, während Anya Taylor-Joy die rätselhafte radikale Gruppe anführt. Die beeindruckende Besetzung erweitert sich um Vincent Cassel, Salma Hayek Pinault, Ambika Mod, John Malkovich und die Musikkünstler Yung Lean und Charli XCX, was eine lebendige und unvorhersehbare Dynamik verspricht.
Laut dem Verleiher Netflix soll "Sacrifice" "die Promikultur, das Medienspektakel, den performativen Aktivismus und die elitäre Heuchelei“ sezieren. Über seinen scharfen Sozialkommentar hinaus befasst sich der Film mit tieferen Themen wie Glauben, Überzeugung und der schwer fassbaren Suche nach Sinn in einer Welt, die von Äußerlichkeiten besessen ist. Während die Grenze zwischen Glauben und Wahn verschwimmt, wandelt sich die Erzählung von einer pointierten Satire zu einem packenden Wettlauf gegen die Zeit.
Gavras schrieb das Drehbuch zusammen mit Will Arbery, einem Autor, der für seine Arbeit an "Succession" bekannt ist, was auf ein scharfes Auge für Charaktere und Sozialkommentare hindeutet. Die Produktion besticht auch durch visuell atemberaubende Kulissen, die in ganz Griechenland gedreht wurden, darunter ein dramatischer Vulkan auf Santorin und ein Marmorsteinbruch in Volakas.
Der Film feierte seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival im letzten Jahr, wo IndieWire's David Ehrlich ihn als „eine treibende (und urkomische) Komödie, die allmählich in eine traumhafte (und nicht so urkomische) moderne Fabel übergeht“ lobte. Ehrlich bemerkte weiter, dass der Film „weniger daran interessiert ist, sich über leichte Ziele lustig zu machen, als vielmehr daran, seine Charaktere – Terroristen und Geiseln gleichermaßen – zu unfertigen Ideen über Wahrheit, Performance und die reinigende Kraft des Todes angesichts einer Gesellschaft zu nutzen, die so egozentrisch ist, dass es unmöglich ist, den Unterschied zwischen Helden und Clowns zu erkennen.“
"Sacrifice" wird ab Donnerstag, dem 16. Oktober, in den USA und Frankreich auf Netflix gestreamt.
