Bruce Davis, ein Name, der seit Jahrzehnten für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences steht, ist im Alter von 83 Jahren in Los Angeles verstorben. Seine Amtszeit als Geschäftsführer von 1989 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 markierte eine Periode bedeutenden Wachstums und der Konsolidierung für die renommierte Organisation.

Davis kam nach einer herausragenden Karriere, in der er den Fachbereich Theater am Juniata College in Pennsylvania leitete und dort auch den Fachbereich Film gründete, zur Academy. Seine Reise bei AMPAS begann mit der Leitung des öffentlichen Programms, wo er schnell die Führungsqualitäten zeigte, die ihn zum Spitzenmanager aufsteigen ließen.

Zu seinen bleibendsten Vermächtnissen gehören zwei monumentale Errungenschaften in der Filmerhaltung und bei wissenschaftlichen Ressourcen: die Gründung der Margaret Herrick Library und des Academy Film Archive. Davis arbeitete unermüdlich mit der Stadt Beverly Hills und dem damaligen Academy-Präsidenten Robert Wise zusammen, um das Gebäude von 1928 zu sichern, das zur Margaret Herrick Library werden sollte – einer weltbekannten Forschungseinrichtung für Film. Er trieb auch die Übernahme eines Fernsehstudios von 1948 in Hollywood voran und verwandelte es in das hochmoderne Academy Film Archive, ein wichtiges Archiv für die Filmgeschichte.

Auch nach seinem Rücktritt von seinen Führungsaufgaben trug Davis weiterhin zum Verständnis des filmischen Erbes bei. Er verfasste „The Academy and the Award“, ein umfassendes Buch, das sich mit den Ursprüngen und der reichen Geschichte der Oscars befasst.

Bekannt für seinen scharfen Witz, seine außergewöhnlichen Schreibfähigkeiten und eine beliebte „Freitagslunch“-Tradition, die die Kameradschaft zwischen den Mitarbeitern verschiedener Abteilungen förderte, hinterließ Davis unauslöschliche Spuren nicht nur in der Infrastruktur der Academy, sondern auch in ihrer Kultur. Als lebenslanger Filmfan seit seinen frühen Tagen in Washington D.C. war seine Leidenschaft für das Kino in jedem Aspekt seiner Karriere offensichtlich, einschließlich seines Filmstudiums an der Columbia University.

Bruce Davis hinterlässt seine Frau Joann und ihre vier Töchter: Brangien Davis (mit Daniel Spils); Alexandra Davis; Archer Davis (mit Tom Brown); und Roxanne Davis. Spenden in seinem Gedenken können an das Juniata College geleistet werden.