Der ehrgeizige Versuch, "The Uprising", einen Film über den Bauernaufstand von 1381, als die Entstehung des legendären Gesetzlosen Robin Hood neu zu positionieren, ist bei den Kinobesuchern offensichtlich nicht angekommen. Der Film unter der Regie von Paul Greengrass feierte am vergangenen Wochenende mit mageren 3,25 Millionen Dollar in 2.068 nordamerikanischen Kinos Premiere.

Diese schwache Leistung ist besonders enttäuschend für eine Produktion mit einem Budget von 20 Millionen Dollar und dem Oscar-nominierten und ehemaligen "Spider-Man"-Star Andrew Garfield. Zu den Problemen gesellt sich die B-CinemaScore des Films, die darauf hindeutet, dass Mundpropaganda nicht ausreichen wird, um seine Kinoaufführung zu retten. Focus Features, das die heimischen Rechte für 11 Millionen Dollar erworben und Millionen mehr in Werbung und Vertrieb investiert hat, steht nun vor einem erheblichen finanziellen Verlust.

Die kühne Marketing-Wende des Studios, die dazu führte, dass Werbematerialien wenige Wochen vor der Veröffentlichung einen Zusatztitel wie "The Rise of Robin Hood" enthielten, war ein klarer Versuch, einem Genre, das oft als schwer verkäuflich gilt, kommerzielle Attraktivität zu verleihen. Historische Dramen, es sei denn, sie werden von einem Kassenschlager wie Christopher Nolan inszeniert oder erregen Aufsehen bei Preisverleihungen, haben oft Schwierigkeiten, ein modernes Publikum zu erreichen. Focus Features hat wahrscheinlich den Robin Hood-Winkel als letzte Rettung gewettet und argumentiert, dass jede Strategie besser ist als keine.

Die Maßnahme unterstreicht jedoch einen breiteren Trend in Bezug auf den Bogenschützen, der Maid Marian liebt. Auch jüngste Versuche, die Robin Hood-Legende wiederzubeleben, waren erfolglos. A24s "The Death of Robin Hood", ebenfalls eine Produktion im Wert von 20 Millionen Dollar, erzielte weltweit nur 9,5 Millionen Dollar, davon nur 5,4 Millionen Dollar im Inland. Dies deutet darauf hin, dass jüngere Generationen möglicherweise nicht die gleiche Begeisterung für die Figur haben wie ihre Vorgänger.

Während Kevin Costners Blockbuster "Robin Hood: Prince of Thieves" von 1991 weltweit fast 400 Millionen Dollar einspielte, verzeichneten spätere Iterationen abnehmende Erträge. Ridley Scotts "Robin Hood" von 2010 mit Russell Crowe enttäuschte mit 321,7 Millionen Dollar weltweit bei einem Budget von 237 Millionen Dollar, was zur Streichung von Trilogieplänen führte. Ebenso konnte "Robin Hood" von 2018 mit Taron Egerton seine Produktionskosten von 100 Millionen Dollar nicht wieder einspielen und erzielte weltweit nur 86,5 Millionen Dollar.

Regisseur Greengrass hat offen zugegeben, dass das Ende von "The Uprising" darauf ausgelegt war, Robin Hoods weitere Abenteuer vorzubereiten. Angesichts der düsteren Kinoleistung des Films scheint es jedoch, dass sich die Fans mit dieser Ursprungsgeschichte begnügen müssen, da eine Fortsetzung für diesen speziellen Robin Hood unwahrscheinlich erscheint.