Der preisgekrönte Filmemacher Alex Gibneys neueste Dokumentation mit dem schlichten Titel 'Musk' soll laut einem Bericht von Variety weltweit von Universal veröffentlicht werden. Dieses Engagement erfolgt, obwohl Elon Musk den Film öffentlich angeprangert und über seinen Anwalt rechtliche Schritte wegen seines Inhalts angedroht hat.
Die Dokumentation, die auf dem Filmfestival von Venedig mit großem Interesse Premiere feierte, sah sich einer starken Gegenreaktion von Musk selbst gegenüber. Nach seiner Premiere erklärte Musk auf X (ehemals Twitter), der Film sei ein "Hetzkampagne". Er fügte hinzu, Gibney habe "gerade eine Liste von Leuten zusammengestellt, die entweder etwas gegen mich haben oder mich gar nicht kennen (aber trotzdem etwas gegen mich haben)", und zweifelte damit an, ob er das fertige Projekt tatsächlich gesehen hatte.
Im Mittelpunkt von Musks Beschwerden stehen bestimmte Elemente innerhalb der Dokumentation, darunter ein Interview mit Ashley St. Clair, einer MAGA-Influencerin, mit der Musk ein Kind hat. Der Film enthält Berichten zufolge einen Textaustausch zwischen St. Clair und Musk bezüglich der Präsidentschaftswahl 2024. Musks Anwalt, Alex Spiro, zitierte diese Texte ausdrücklich, als er vor der Veröffentlichung des Films im Oktober mit einer Verleumdungsklage drohte.
Die Entscheidung von Universal, die internationale Einführung fortzusetzen, zeigt eine feste Haltung gegen diesen rechtlichen Druck. Obwohl noch kein genaues internationales Veröffentlichungsdatum bekannt gegeben wurde, bestätigen Quellen, die dem Projekt nahe stehen, die Begeisterung des Studios. In Nordamerika soll der Film am 9. Oktober von der Indie-Firma Bleecker Street in die Kinos kommen. audiences können 'Musk' außerdem im ersten Quartal 2027 auf HBO streamen.
Kritiker haben unterschiedliche, aber oft prägnante Perspektiven auf den Film geäußert. Variety-Kritiker Owen Gleiberman beschrieb Musk in seiner Rezension aus Venedig als "einen Schöpfer von Trugbildern, der mehr verspricht, als er liefert… ein echter, wenn auch fehlerhafter technokratischer Visionär, ein messianischer Opportunist und ein ziemlicher Spinner". Weder Universal noch Alex Gibney haben sich zu Musks öffentlichen Äußerungen oder den rechtlichen Drohungen geäußert.
