Callie Khouri, die Oscar-prämierte Drehbuchautorin hinter Ridley Scotts Klassiker "Thelma & Louise" von 1991, bringt ihr bahnbrechendes Werk als Musical auf die Londoner Bühne. Diese neue Produktion, die derzeit im Young Vic läuft, ist keine bloße Nachbildung, sondern eine durchdachte Neuinterpretation, die speziell für die Bühne des 21. Jahrhunderts konzipiert wurde, während sie die ursprüngliche Zeit des Films beibehält.

Khouri erklärte in einem Interview mit The Guardian, dass das Musical zwar ein zeitgemäßes Gefühl vermitteln soll, aber keine modernen Technologien wie Mobiltelefone enthalten wird, um die ursprüngliche Zeitlinie beizubehalten. Dieser Ansatz ermöglicht ein völlig anderes Erzählerlebnis derselben grundlegenden Geschichte. Die Produktion bietet Musik und Texte der Grammy-nominierten Singer-Songwriterin Neko Case, unter der Regie von Trip Cullman.

Das Original "Thelma & Louise" fesselte das Publikum mit seiner rohen Darstellung zweier Freundinnen, deren Wochenendausflug nach einem Akt der Selbstverteidigung zu einer verzweifelten Flucht vor dem Gesetz eskaliert. Es wurde schnell zu einem kulturellen Meilenstein, gefeiert für seine Themen weibliche Freundschaft, Unabhängigkeit und Überleben gegen gesellschaftliche Zwänge.

Für das Musical verwebt Khouri Szenen, die den Fans des Films vertraut sind, mit völlig neuem Material, das für die Bühne geschaffen wurde. Sie hält spezifische Handlungsänderungen geheim und zieht es vor, dass das Publikum die Überraschungen der Produktion organisch entdeckt, ähnlich wie die Zuschauer es beim Originalfilm taten. Das Projekt ist seit etwa einem Jahrzehnt in der Entwicklung und wird nun endlich mit der Produzentin Sonia Friedman und ihrem Kreativteam vorangetrieben.

Rachel Tucker und Amy Lennox verkörpern nun die Titelrollen, die ursprünglich von Susan Sarandon und Geena Davis berühmt gemacht wurden. Interessanterweise äußerte Davis selbst einmal, dass "Thelma & Louise" niemals neu verfilmt werden sollte, was die Herausforderung und die Erwartungshaltung rund um Khouris einzigartigen Ansatz des Materials unterstreicht. Die anhaltenden Themen des Films wie Autonomie, Gewalt gegen Frauen und der Wunsch nach Freiheit schwingen weiterhin tief mit und inspirierten Khouri letztendlich dazu, die Geschichte neu zu überdenken.

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