Christopher Nolan definiert weiterhin die Erwartungen an die Kinokassen neu, denn sein jüngstes filmisches Unterfangen, "The Odyssey", hat einen monumentalen Rekord aufgestellt. Der Film, der im Juli in die Kinos kam, hat eine bemerkenswerte globale Nachfrage aufrechterhalten, insbesondere für seine IMAX- und Premium-Format-Vorführungen. Sein anhaltender Erfolg hat ihn kürzlich an einem Titanen der modernen Blockbuster vorbeigeschoben: "Jurassic World".

Nachdem er am vergangenen Wochenende weltweit 34,4 Millionen US-Dollar einspielte (darunter 7,4 Millionen US-Dollar im Inland), erreichte "The Odyssey" einen weltweiten Gesamtumsatz von 1,68 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl liegt nun über der von "Jurassic World", das während seiner Kinoaufführung im Jahr 2015 1,67 Milliarden US-Dollar einspielte. Elf Jahre lang hielt Colin Trevorrow's Dinosaurier-Revival den Titel des umsatzstärksten Films von Universal. Nolans Epos hat nicht nur diesen Rekord gebrochen, sondern auch zuvor "Deadpool & Wolverine" überholt, um der umsatzstärkste R-Rated-Film aller Zeiten zu werden, und Marvels Schwergewicht von 2012, "The Avengers", übertroffen.

Was diese Leistung besonders beeindruckend macht, ist, dass "The Odyssey" ein dreistündiger, R-Rated-Film ist, der nicht zu einer Franchise gehört. Sein überragender Erfolg stellt viele der konventionellen Hollywood-Studioweisheiten in Frage, die in den letzten zwei Jahrzehnten etablierte geistige Eigentumsrechte priorisiert haben. Dies signalisiert eine potenzielle Verschiebung des Publikumsgeschmacks, wobei Filme wie "Obsession" und "Project Hail Mary" ebenfalls einen Hunger nach originellen Erzählungen zeigen.

Während "The Odyssey" nun den Spitzenplatz von Universal innehat, bleibt "Jurassic World" ein bedeutender kultureller Bezugspunkt. Bei seiner Veröffentlichung brach er Rekorde für das größte Eröffnungswochenende (208,8 Millionen US-Dollar im Inland) und war der schnellste Film, der 1 Milliarde US-Dollar weltweit erreichte, angetrieben von einer starken Welle generationenübergreifender Nostalgie. Er behält auch einen einzigartigen Kassenrekord als die größte Kinoeröffnung für einen Film, der nicht von Marvel oder "Star Wars" stammt. Sein Erfolg brachte eine lukrative Franchise hervor, darunter "Jurassic World: Fallen Kingdom" (1,3 Milliarden US-Dollar), "Jurassic World Dominion" (1 Milliarde US-Dollar) und "Jurassic World Rebirth" (869,1 Millionen US-Dollar), was Chris Pratts Starstatus festigte.

Nolans Partnerschaft mit Universal Pictures hat sich seit seinem Weggang von Warner Bros. nach der Veröffentlichung von "Tenet" als äußerst fruchtbar erwiesen. Ihre erste Zusammenarbeit, "Oppenheimer", spielte weltweit beeindruckende 977,4 Millionen US-Dollar ein und gewann einen Oscar für den besten Film. Universals Investition von einem unglaublich hohen Produktionsbudget von 250 Millionen US-Dollar für "The Odyssey" hat sich eindeutig ausgezahlt. "The Odyssey" steht nun auf Platz 12 der globalen Allzeit-Charts und wird voraussichtlich bald "Inside Out 2" (1,698 Milliarden US-Dollar) überholen, mit einer potenziellen Chance auf die Top 10, wenn er "Zootopia 2" (1,86 Milliarden US-Dollar) übertreffen kann. Unabhängig von seiner endgültigen Platzierung hat "The Odyssey" seinen Platz in der Filmgeschichte gefestigt.