Berichten von Ecran Large zufolge hat "L’Odyssée" weltweit beeindruckende 1,68 Milliarden US-Dollar eingespielt und damit "Jurassic World" aus dem Jahr 2015 überholt, der mit 1,67 Milliarden US-Dollar den bisherigen Rekord für Universal hielt. Damit ist der Film nicht nur ein neuer Höhepunkt für das Studio, sondern auch Christopher Nolans persönlich umsatzstärkster Film, der seine früheren Blockbuster wie "The Dark Knight Rises" (1 Milliarde) und "Inception" (839 Millionen) übertrifft.
Der Film, eine ambitionierte Adaption von Homers Epos, wartet mit einer Starbesetzung auf, darunter Matt Damon, Anne Hathaway und Tom Holland. Seine Erzählung, gefüllt mit Soldaten, Zyklopen und dem legendären Trojanischen Pferd, zog erwartungsgemäß ein großes Publikum an und hat die Erwartungen übertroffen. Neben dem Spitzenplatz für Universal hat "L’Odyssée" eine Reihe weiterer beeindruckender Rekorde aufgestellt, darunter der umsatzstärkste R-rated Film und ein neuer Meilenstein für IMAX-Einnahmen mit über 500 Millionen US-Dollar allein aus dem Premium-Format.
Bei der Feier dieser Zahlen ist es wichtig, die anhaltende Diskussion über Inflation bei historischen Kassenschlagvergleichen anzuerkennen. Wie Ecran Large hervorhebt, ist ein direkter Vergleich der Einnahmen über Jahrzehnte hinweg – unter Berücksichtigung von Faktoren wie Ticketpreisunterschieden, der sich entwickelnden Kinolandschaft, der schieren Anzahl wöchentlich veröffentlichter Filme und sich ändernder Sehgewohnheiten (von VHS bis Streaming) – komplex. Der Versuch, den Erfolg eines Films von 1939 wie "Vom Winde verweht" mit einem Blockbuster von 2009 wie "Avatar" gleichzusetzen, wird zu einer nahezu unmöglichen Aufgabe. Innerhalb des zeitgenössischen Kontexts bleibt der Erfolg von "L’Odyssée" jedoch unbestreitbar bedeutend.
Der Film, der Berichten zufolge auf ein Budget von 250 Millionen US-Dollar vor Werbekosten kam, ist nicht nur ein kommerzieller Triumph, sondern auch ein Beweis für Christopher Nolans Stellung in Hollywood. Dieser Erfolg gewinnt an Bedeutung, wenn man Nolans hochkarätigen Abgang von Warner Bros. im Jahr 2021 bedenkt. Der gefeierte Regisseur, dessen Filmografie viele ikonische Titel unter Warner Bros. wie die "The Dark Knight"-Trilogie, "Inception" und "Interstellar" umfasst, verließ das Studio nach Meinungsverschiedenheiten über deren Strategie während der Pandemie, Filme gleichzeitig im Kino und im Streaming zu veröffentlichen. Sein anschließender Wechsel zu Universal hat sich als Meisterleistung erwiesen, mit "Oppenheimer" (das 975 Millionen US-Dollar einspielte) und nun "L’Odyssée", die beide zu kolossalen Hits wurden. Diese Erfolgsserie lässt einige bei Warner Bros. sicherlich über vergangene Entscheidungen nachdenken.
Mit seinem massiven kritischen und kommerziellen Erfolg wird "L’Odyssée" voraussichtlich auch ein starker Anwärter in der kommenden Preisverleihungssaison sein, mit Oscar-Nominierungen, die wahrscheinlich am Horizont erscheinen.
