In einem kürzlichen Interview mit JoBlo während der Promotion ihres neuen Prime Video-Films "The Runner" wurde Gadot direkt gefragt, was es bräuchte, damit sie das Lasso der Wahrheit noch einmal anlegen würde. Ihre Antwort war eindeutig und unmissverständlich: "Wenn Zack [Snyder] zurückkommt, um DC zu leiten, komme ich zurück."
Es ist wichtig zu beachten, dass es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass Warner Bros. oder DC Studios ein Interesse daran hat, Gadot zurückzuholen, geschweige denn Zack Snyder in eine Führungsposition zurückzuholen. Snyders "Man of Steel" im Jahr 2013 startete das filmische Universum von DC, ein Unterfangen, das sich oft anfühlte, als würde es Marvels bereits etablierten Erfolg jagen. Während Snyders Filme sicherlich eine leidenschaftliche Fangemeinde haben, haben sie Kritiker und Publikum gleichermaßen gespalten.
Noch wichtiger ist, dass Snyder seit Jahren kreativ von DC und Warner Bros. getrennt ist und Projekte wie Netflix' "Rebel Moon" verfolgt. Das Studio hat eindeutig weitergemacht, und es ist Zeit für Gadot, dasselbe zu tun.

Gal Gadots Zeit als Wonder Woman ist endgültig vorbei
Patty Jenkins' Film "Wonder Woman" aus dem Jahr 2017 war ein Meilenstein für das Superheldenkino und bewies, dass von Frauen geführte Comic-Adaptionen massive kritische und kommerzielle Erfolge erzielen konnten. Gadot hatte bereits 2016 in "Batman v Superman: Dawn of Justice" als Diana Prince einen bedeutenden Eindruck hinterlassen. Die folgenden Jahre erwiesen sich jedoch für ihre Amtszeit als weitaus weniger erfolgreich.
Später im Jahr 2017 erschien Gadot in "Justice League", einem Film, der von Turbulenzen hinter den Kulissen, Nachdrehs unter Joss Whedon nach Snyders Abgang und letztendlich einer Kassenleistung geplagt war, die das DCEU stark beeinträchtigte. Die anschließende Veröffentlichung von "Zack Snyder's Justice League" auf HBO Max war zwar ein Erfolg für Snyders treue Anhänger, aber ein kostspieliges Unterfangen für Warner Bros. mit fragwürdigen langfristigen Erträgen.
"Wonder Woman 1984", veröffentlicht im Jahr 2020, war eine kritische Enttäuschung, die finanziell unter den Erwartungen blieb, selbst wenn man die Auswirkungen der Pandemie berücksichtigte. Bis 2023, mit der Veröffentlichung von "Aquaman and the Lost Kingdom", schloss Warner Bros. offiziell das Kapitel DCEU. Die Vergangenheit liegt fest im Rückspiegel, und dazu gehört auch Gadots Inkarnation von Wonder Woman.
So wie Henry Cavill durch David Corenswet als Superman ersetzt wurde und Ben Afflecks Batman-Ära beendet ist, steht eine neue Wonder Woman am Horizont. Gadots Zeit in der Rolle ist unmissverständlich vorbei, was ihre jüngste öffentliche Erklärung im Widerspruch zur aktuellen Realität erscheinen lässt.

Zack Snyder und Gal Gadot sind beide alte Geschichte bei DC
Die Zack Snyder-Ära von DC ist etwas, von dem sich Warner Bros. aktiv distanziert. Es war eine Zeit, die von kontroversen Erzählungen und inkonsistenten kritischen Reaktionen geprägt war. Auch wenn es nicht Gadots Schuld war, war sie eine zentrale Figur in diesem nun aufgelösten Universum. Der Kinostart von "Justice League" im Jahr 2017 macht ihn in der schnelllebigen Welt der Superhelden-Franchises zu alter Geschichte.
Darüber hinaus hat Gadots jüngste Filmografie außerhalb von Wonder Woman ihre Star-Power nicht wesentlich gesteigert. Obwohl "Red Notice" ein Netflix-Hit war, hinterließ er wenig bleibenden kulturellen Eindruck. "Death on the Nile" war ein bemerkenswerter Kassenschlager, und Streaming-Features wie "Heart of Stone" und der kritisch verrissene "The Runner" haben ebenfalls keinen substanziellen Einfluss erzielt. Ihr kommendes Remake von "Snow White" steht ebenfalls vor erheblichen Hürden.
Für DC Studios bedeutet eine neue Zukunft die Einbindung neuer Talente. "Andor"-Star Adria Arjona soll die neue Wonder Woman sein und möglicherweise im "Superman"-Sequel "Man of Tomorrow" auftreten. Arjona repräsentiert eine vielversprechende neue Richtung, die mit dem Wunsch des Studios übereinstimmt, vorwärts zu gehen, anstatt eine Vergangenheit wieder aufzugreifen, die bestenfalls gemischt war.
Obwohl Snyders Fangemeinde lautstark ist, bleibt sie eine Minderheit. Eine Rückkehr zu dieser kreativen Quelle wäre ein strategischer Fehlgriff für die neue Führung von DC. Gadots Wonder Woman war eine Zeit lang beliebt, aber sie passt nicht mehr in die aktuelle Vision für das DC-Universum. Rufe nach der "Wiederherstellung des Snyderverse" zu dienen keinem konstruktiven Zweck. Gadot deutete kürzlich ihre Unzufriedenheit darüber an, wie "Wonder Woman 3" und andere Projekte verliefen, aber unabhängig von ihren Gefühlen ist ihre Rückkehr höchst unwahrscheinlich. Es ist Zeit für alle Beteiligten, weiterzumachen.

Der neue "Wonder Woman"-Film, der vermutlich eine neue Schauspielerin zeigen wird, hat noch kein Veröffentlichungsdatum, aber Fans sollten auf weitere Updates von DC Studios gespannt bleiben.
